Unbundling und die Folgen

Wettbewerb des Energiemarktes in der europäischen Gemeinschaft ist die Zielsetzung der EU-Kommission. Nach Auffassung der Kommission ist dies nur möglich, wenn das Leitungsnetz in

  • Rechtsform,
  • Organisation und
  • Entscheidungsgewalt

von den Konzernen losgelöst wird.

Welche Auswirkungen wird das auf die Arbeit der Betriebsräte haben? Werden neue Betriebsratsstrukturen geschaffen – sind dazu Übergangslösungen notwendig?

Da jede Umstrukturierung von Unternehmen eine Vielzahl von mitbestimmungspflichtigen Tatbeständen auslöst, müssen Betriebsräte sich rechtzeitig darauf vorbereiten, um nicht nur reagierend, sondern auch vorwärts planend die Interessen der Belegschaft wahrzunehmen. In diesem Seminar soll die Thematik Unbundling zum einen aus der betriebswirtschaftlichen Sicht und zum anderen aus der betriebsverfassungsrechtlichen Sicht beleuchtet werden.

Die Themen im Einzelnen:

Entflechung der Geschäftsbereiche – Was kommt danach?

  • Vertikale Entflechtung und Wettbewerb in der Energiewirtschaft
  • Unbundlingformen – Notwendigkeiten und Zwänge
  • Management (Organisatorisches, Account), legales Unbundling, Chinese Walls
  • Die Rolle des Regulierers

Rechtliche und betriebswirtschaftliche Umsetzungsmodelle

  • Organisatorische, rechnungstechnische und arbeitsrechtliche Konsequenzen
  • Besonderheiten zukünftiger Beteiligungs- und Kooperationsstrategien
  • Besonderheiten von „shared Services“ und der Ausgliederung von Betrieben

Auswirkung auf die Betriebsratsarbeit

  • Betriebsübergang: Voraussetzung und Folgen
  • Folgen der Spaltung und Verschmelzung von Betrieben für Betriebsrat, Gesamtbetriebsrat und Konzernbetriebsrat
  • Vereinbarungen über betriebsverfassungsrechtliche Zuständigkeiten wie z.B. Spartenbetriebsrat, Regionalbetriebsrat
  • Das Übergangsmandat des Betriebsrates
Zielgruppe:
  • Mitglieder von Betriebsräten
  • Mitglieder von Wirtschaftsausschüssen
  • Mitglieder von Aufsichtsräten
Dozent/en:
  • Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Rolf-Christian Otto, Mosebach & Partner, Kassel
  • Prof. Dr. Ulrich Frantz (Bad Salzuflen)
Ort und Datum:

17.10.200519.10.2005, Bad Salzuffeln